Lektion 8

Tipps für die Meditation

Die wichtigsten Punkte der Meditation

Meditation ist der Prozess, bei dem wir uns allem, was uns begegnet, gewahr sind. Wenn wir die Entfaltung der Erfahrung mit achtsamem Gewahrsein umarmen, versuchen wir nicht, uns zu verändern oder "bessere" Menschen zu werden. Vielmehr lernen wir zu erkennen, dass das Gewahrsein selbst eine Quelle der Zufriedenheit und Freude ist. Wir lernen, uns mit ihr jederzeit und überall zu verbinden, selbst inmitten von herausfordernden Situationen. Es gibt keine "falschen" Erfahrungen, wenn wir meditieren; was auch immer im gegenwärtigen Moment auftaucht, kann mit Gewahrsein umarmt werden, ob im täglichen Leben oder in einer formalen Meditationssitzung.

Die Grundlagen

Wann

Die ideale Zeit zum Meditieren hängt von der jeweiligen Person ab. Für manche mag es hilfreich sein, jeden Tag ein paar Minuten früher aufzuwachen und morgens als erstes zu meditieren. Andere meditieren lieber vor dem Schlafengehen oder vor dem Abendessen. In jedem Fall ist es hilfreich, eine Zeit und einen Ort zu wählen, an dem du jeden Tag meditieren kannst. Mach es zu einem Teil deiner täglichen Routine.

Wo

Suche dir einen Ort, an dem du dich inspiriert fühlst und der sich für die Praxis eignet. Es muss nicht unbedingt ein ruhiger Ort sein, aber es ist hilfreich, wenn die Meditation für die Dauer der Sitzung nicht unterbrochen wird. Wir empfehlen, dass du dein Handy während der formellen Meditationssitzungen in den Flugmodus versetzt.

Wie lange

Wir empfehlen, so lange zu meditieren, wie du es für sich selbst machbar findest. Als allgemeine Regel gilt, immer kürzer zu meditieren als du denkst, dass du könntest. Wenn du die Sitzung mit einem guten Gefühl beendest, hinterlässt das einen positiven Eindruck in deinem Geist, der dich dazu anregt, immer wieder zu deinem Kissen zurückzukehren. Das Ziel ist nicht, so lange wie möglich zu sitzen, sondern die Meditation zu einer täglichen Gewohnheit zu machen. Wenn du es dir zur Gewohnheit gemacht hast, zu meditieren, kannst du deine Sitzungen allmählich verlängern.

Formale Meditation

Körperhaltung

Halte deine Wirbelsäule gerade und lasse deine Muskeln locker und entspannt. Du kannst auf einem Kissen auf dem Boden oder auf einem Stuhl sitzen. Wenn du auf einem Stuhl sitzt, achte darauf, dass deine Füße vollständig auf dem Boden stehen. Wenn möglich, halte deine Augen leicht geöffnet und lass deinen Blick natürlich und entspannt sein. Wenn dir das jedoch schwerfällt, kannst du die Augen auch schließen.

Meditation

Wenn du eine bequeme Haltung eingenommen hast, entspanne dich für einige Augenblicke. Atme ein paar Mal tief ein und aus, so wie du es nach Beendigung von einem langen Arbeitstag oder nach dem Sport machen würdest. Du brauchst nichts zu tun, sei einfach. Bringe deine Aufmerksamkeit nach einigen Augenblicken auf die Unterstützung, die du für diese Sitzung nutzen willst. Wenn du z.B. mit dem Körper meditierst, kannst du ihn entweder langsam von oben nach unten erforschen oder du legst dein Gewahrsein auf die körperliche Empfindung, die in diesem Moment gerade dominiert. Lasse deinen Fokus von Zeit zu Zeit los und ruhe im Offenen Gewahrsein – sei einfach – und kehre dann mit dem Gewahrsein zurück zum Körper (oder zu der Unterstützung, mit der du meditierst), wann immer es sich natürlich anfühlt, dies zu tun. Wechsele in jeder Sitzung zwischen der Unterstützung und dem Offenen Gewahrsein ab.

Beende deine Meditation, indem du in Offenem Gewahrsein ruhst. Nimm dir vor, dass deine Praxis dir helfen soll, dich mit dem wahren und dauerhaften Glück im Inneren zu verbinden.

Alltagspraxis

Genauso wie formale Meditationssitzungen ein entscheidender Bestandteil des Meditationsweges sind, ist es wichtig, das Gewahrsein in deinen Alltag zu bringen. Die Verbindung mit dem Gewahrsein kann jederzeit, überall und unter allen Umständen hergestellt werden. Es steht dir immer zur Verfügung. Gehe während des Tages kurz, aber oft ins Gewahrsein. Beginne mit ein paar Mal am Tag und steigere dann langsam die Häufigkeit, wenn du mit deiner Praxis fortschreitest. Du kannst einen bestimmten Bereich deines Lebens, wie z.B. Beziehungen auswählen, mit dem du eine Zeit lang übst, bevor du zu einem anderen Bereich wechselst.

Erfasse deine Praxis

Der einfachste Weg, den Überblick über deine Praxis zu behalten, ist, die Tergar-App auf dein Smartphone herunterzuladen oder dich online in der Tergar-App zu registrieren. Dort findest du eine ausführliche Anleitung zur Nutzung der App.

Wir wünschen dir eine gute Praxis

Wenn du Fragen hast, melde dich gerne bei uns oder vereinbare einen Termin für ein Einzelgespräch zur Meditationspraxis.

Um dein Meditationswissen zu vertiefen, kannst du dich zu unserem Programm Joy of Living anmelden.