Auf dem Weg. Eine Reise zum wahren Sinn des Lebens von Yongey Mingyur Rinpoche

Als verehrter Linienhalter der tibetischen Tradition hatte Mingyur Rinpoche, wie er es selbst einmal formulierte, „die praktischen Lebenserfahrungen eines Schoßhundes“. Er hatte noch nie sein eigenes Essen zubereitet oder gar ein Busticket gekauft.
2011 schlüpft er mitten in der Nacht durch das Tor seines Klosters in Bodhgaya, Indien und – mit wenig mehr als seiner Kleidung – begann in der Traditionen zahlreicher Wanderyogis im tibetischen Buddhismus selbst als Wanderyogi zu leben. Auf sich allein gestellt, um Essen bettelnd, im Freien übernachtend.
Er erkrankte schwer und der eigene Tod war plötzlich eine sehr reale Möglichkeit. Weder Familie noch Schülerinnen und Schüler wussten, wo er war; ihm wurde bewusst, dass er hätte sterben können, ohne dass es jemand erfahren würde. Mehr als 4 Jahre verbrachte Yongey Mingyur Rinpoche auf einem sogenannten Wander-Retreat. Als er zurückkam, erzählte er seine bemerkenswerte, berührende Geschichte, die nun in Buchform erschienen ist.
Kurzrezension aus der Times of India
Auf dem Weg: Eine Reise zum wahren Sinn des Lebens sind die Erinnerungen des tibetischen Mönchs Yongey Mingyur Rinpoche, der sich auf eine spirituelle Reise begab. Rinpoche stammt aus einer traditionellen Mönchsfamilie und sagte von sich selbst, dass er mit einem Silberlöffel im Mund geboren wurde. Sein ganzes Leben hatte er bereits die Grundprinzipien des (tibetischen) Buddhismus studiert, als er mit 36 entschied, sie im richtigen Leben anzuwenden. Mit großen inneren Widerständen kämpfend wird er Bettler und stirbt beinahe an einer Lebensmittelvergiftung. Als er mit verschiedenen schwierigen Lebensumständen konfrontiert wird, werden auch seine Geistes- und Verhaltenslehren einer harten Prüfung unterzogen.
Es ist ein wunderschön geschriebenes Buch, das seinen Gedanken folgt während er versucht, die Schwierigkeiten seiner Reise anzunehmen, anstatt sie zu bekämpfen. Obschon seine Reise irgendein Reisetagebuch sein könnte, sind es seine Gedanken und seine Versuche, diese zu kontrollieren, die dem Buch seine Schönheit verleihen. Trotz seiner Weisheit stößt er an persönliche Grenzen und weiß, dass es diese zu überwinden gilt. Seine klugen Reflexionen erlauben es der Leserschaft, sich in ihn hineinzuversetzen und sie spürt, dass das Erwachen für alle möglich ist. Der Schreibstil des Buches ist flüssig und visuell und ähnelt meditativen Gedanken.
(erschienen am 25.6.2019, ins Deutsche übersetzt vom Tergar Übersetzungsteam)
Autor: Yongey Mingyur Rinpoche in Zusammenarbeit mit Helen Tworkov
Aus dem Amerikanischen von Liselotte Prugger
btb Verlag in der Verlagsgruppe Random House
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten
ISBN: 978-3-442-75826-5
Erschienen am 27. Dezember 2019
Verlagsseite inkl. Leseprobe - btb verlag
Originaltitel: In Love With the World: My Journey Through the Bardos of Living and Dying
Originalverlag: Spiegel & Grau
Auch als Taschenbuch erhältlich
Autor: Yongey Mingyur Rinpoche in Zusammenarbeit mit Helen Tworkov
Aus dem Amerikanischen von Liselotte Prugger
btb Verlag in der Verlagsgruppe Random House
Taschenbuch, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77297-1
Erschienen am 15. Februar 2023
Verlagsseite inkl. Leseprobe - btb verlag
Originaltitel: In Love With the World: My Journey Through the Bardos of Living and Dying
Originalverlag: Spiegel & Grau